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Patrick Triemer's List: Gladiatorenkämpfe

  • Nov 02, 11

    Hier findest du Gladiatorgattungen und Informationen zu den Ursprüngen der Gladiatorenkämpfe.

  • Nov 02, 11

    Ursprünge der Gladiatorenkämpfe
    Ablauf des Kampftages, Kampfarten, Ende eines Kampfes

    • Ursprung der Gladiatorenkämpfe

       

        Der religiöse Hintergrund
       
      Der Ursprung der Spiele ist nicht vollständig geklärt. Vermutet   wird, dass Gladiatorenkämpfe eine religiöse Bedeutung im Rahmen von   Totenfeiern hatten. Grabmalereien aus dem 6. Jahrhundert v. Chr.   deuten auf eine etruskische Herkunft. Einer anderen Theorie zufolge   stammen die Spiele aus Kampanien, wo ebenfalls in Grabmalereien aus   dem 4. Jahrhundert v. Chr. Gladiatorenkämpfe dargestellt sind, wobei   zu bedenken wäre, dass die Etrusker in dieser Zeit Herrscher   Kampaniens waren.
       
       
        Die ersten Gladiatorenspiele
       
      Die ersten belegten Gladiatorenspiele in Rom fanden 264 v. Chr.   statt, als Decimus Junius Brutus in Gedenken an seinen kurz zuvor   verstorbenen Vater auf dem Forum Boarium, einem Marktplatz in Rom,   drei Sklavenpaare gegeneinander kämpfen ließ. Dem Beispiel des   Decimus folgten sehr bald weitere römische Adlige, die mit diesen   als munus (= Dienst, Plural: munera) bezeichneten Vorführungen   gleichfalls ihre Verstorbenen ehrten. Der römische Historiker Festus   schrieb dazu:

       
       

        „Es war Brauch, Gefangene auf den Gräbern   tapferer Krieger zu opfern; als die Grausamkeit dieser Sitte allen   erkenntlich war, beschloss man, Gladiatoren vor den Grabstätten   kämpfen zu lassen ...“
        

       
       

        Trotz dieses Zitates ist die Theorie, dass   Gladiatorenkämpfe die mildere Variante griechischer und römischer   Menschenopfer zu Ehren Verstorbener waren, nach Auffassung einiger   Historiker nicht zutreffend. Sie vertreten vielmehr die Meinung,   dass mit den blutigen Kämpfen die Eigenschaften des Verstorbenen   demonstriert werden sollten. Jene Eigenschaften, die nach dem   Verständnis der damaligen Menschen die Größe des Römischen Reiches   bedingten: Mut, Kraft, Tapferkeit, Entschlossenheit und   Gleichmütigkeit gegenüber dem Tod. Veranstalter dieser   Gladiatorenkämpfe waren reiche Privatmenschen – sie waren als   einzige in der Lage, sich sowohl die Kosten für die Gladiatoren als   auch das anschließende aufwändige Festmahl zu leisten. Im Laufe der   Zeit entdeckten vor allem römische Politiker, dass die Veranstaltung   solcher munera ein geeignetes Mittel war, sich die Anerkennung der   römischen Bevölkerung zu sichern. Die Zuschauer verfolgten das   Geschehen dicht gedrängt am Rand stehend – Sitztribünen gab es bei   den ersten Veranstaltungen nicht.

      • Der Kampftag

         

          So wie Augustus die Veranstaltung von   Gladiatorenkämpfen als kaiserliches Privileg etablierte, so prägte   er auch den Ablauf eines Gladiatorenkampfes entscheidend mit. Die   bis zu der augusteischen Zeit als eigenständige Veranstaltung   abgehaltenen Tierhetzen band er in den Ablauf eines Kampftages mit   ein. Der einzelne Ablauf eines Gladiatorenkampfes variierte zwar,   aber der folgend beschriebene Ablauf war für einen Tag in einem   Amphitheater in der nachaugusteischen Kaiserzeit typisch:
          In den Morgenstunden wurden als erstes Tierkämpfe veranstaltet. Dies   konnte beispielsweise der Kampf eines Stieres gegen einen Bär sein.   Der Dichter Martial berichtet auch über Kämpfe zwischen Stier und   Elefant, Löwe und Leopard oder Nashorn gegen Büffel. Als   Zwischenspiel folgten gelegentlich Zirkusnummern, in denen   dressierte Tiere auftraten. Danach folgten Tierhetzen, bei denen   nicht Gladiatoren kämpften, sondern spezielle venatores und   bestiarii. Diese speziell ausgebildeten Kämpfer sah man noch   geringer an als Gladiatoren, sie trugen auch eine völlig andere   Ausrüstung. Ihre Waffen waren vor allem der Jagdspeer. Gehetzt   wurden zunächst harmlose Tiere wie beispielsweise Antilopen oder   Hirsche. Waren diese erlegt, begann die Jagd auf gefährlichere Tiere   wie Raubkatzen, Elefanten oder Bären.
          Während der Mittagszeit wurden Verbrecher in der Arena hingerichtet.   Das konnte eine Hinrichtung sein, bei der die Verbrecher den Tieren   vorgeworfen wurden (was einer Verurteilung damnatio ad bestias   entsprach) oder sie wurden gezwungen, mit Waffen gegeneinander   anzutreten. Der Sieger eines Zweikampfs hatte sich dann dem nächsten   Verurteilten zu stellen. Eine Chance auf eine Begnadigung gab es   nicht; der zuletzt überlebende wurde in der Arena durch venatores   hingerichtet (munera sine missione).
          Das Nachmittagsprogramm begann mit dem Einmarsch aller Gladiatoren,   die sich dem Publikum präsentierten. Nach der Präsentation kehrten   sie in die Katakomben zurück.
          Als Vorübung (sogenannte prolusio) zu den eigentlichen   Gladiatorenkämpfen traten Gladiatoren, aber auch gelegentlich   Vertreter des Adels, mit stumpfen oder hölzernen Waffen paarweise   gegeneinander an. Bei sehr großen Veranstaltungen konnte sich diese   prolusio auch über mehrere Tage hinziehen. Eine Teilnahme eines   römischen Adligen an einer solchen prolusio wurde im Gegensatz zum   „echten“ Gladiatorenkampf als nicht ehrenrührig betrachtet. Auch   römische Kaiser – wie beispielsweise Commodus – sollen hierbei ihren   Mut zur Schau gestellt haben.
          Der eigentliche Gladiatorenkampf fand im Anschluss an die   Schaukämpfe statt. Üblich war der Zweikampf, wobei bestimmte   Paarungen wie ein retiarius gegen einen secutor oder thraex gegen   murmillo klassische Kombinationen waren.
          

         

          Der Kampf

         

          Der Historiker Junkelmann weist darauf hin, dass   der Kampf in der Arena – die sogenannte Gladiatur – kein wildes   Handgemenge, sondern ein höchst differenzierter, genauen Regeln   unterworfener Kampfsport war. Darauf lassen auch forensische   Analysen der Knochen von toten Gladiatoren schließen.[1] Der Kampf   wurde in der Regel von zwei Schiedsrichtern beobachtet. Sie leiteten   auch Pausen ein, wenn beide Kämpfer zu erschöpft waren oder sich die   Riemen der Ausrüstung lösten; und sie ahndeten Regelverstöße. Eine   der wesentlichen Aufgaben der Schiedsrichter war es zu verhindern,   dass ein sich ergebender Gladiator den weiteren Attacken seines   Gegners ausgesetzt war. Ein Kampf konnte auf vier Weisen enden: 

         
           
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            durch den Tod eines der Kontrahenten während   des Kampfes

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            dadurch, dass einer der Unterlegenen aufgab und   auf Verlangen des Publikums oder des Spieleveranstalters noch in   der Arena durch seinen Gegner hinrichtungsmäßig getötet wurde   (kämpfte er gut, kam er meist frei; waren vorherige Kämpfe   unblutig verlaufen, so wollte das Publikum irgendwann jemanden   sterben sehen)

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            Aufgabe eines der Kämpfer und Begnadigung des   Gladiators durch das Publikum oder den Spieleveranstalter (sogenannte   missio)

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            die Entscheidung, dass das Gefecht   unentschieden ausging (so genannte stantes missi)

  • Nov 02, 11

    Ursprünge der Gladiatorenkämpfe
    Gladiatorengattungen
    Kampfarten

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