Skip to main contentdfsdf

Patrick Triemer's List: Gallischer Krieg

  • Oct 23, 12

    Material für die Gruppen "Verlauf", "Stämme1+2" und "Religion"

    • Nach Gaius Iulius Caesar waren die Druiden Angehörige der Adelsschicht, die sich dem Studium der Philosophie und Religion widmeten und in der keltischen Gesellschaft die Rolle des Priesterstandes innehatten. Neben den Vates waren sie für den Opferdienst zuständig und wie diese übten sie mantisches Brauchtum aus. Zusätzlich waren sie aber auch Intellektuelle und galten als Philosophen, Astrologen, Rechtsgelehrte und Magier.

       

      Unklar ist ihre Kategorisierung als Ärzte (keltisch: „Liaigis“), die wohl nicht ohne Weiteres auf alle Angehörigen der Druidenklasse ausgedehnt werden kann (ebenso wie nicht jeder Heiler Angehöriger der Druiden war).

       

      Neben ihren religiösen und kultischen Pflichten waren die Druiden auch politisch tätig und agierten als Ratgeber der Fürsten und als Unterhändler. Es stand ihnen zu, Frieden zu stiften sowie die höchsten Beamten wie den Vergobretus zu wählen oder ins Amt zu heben.

    • Druiden in der keltischen Frühgeschichte [Bearbeiten]

       
       
       
       
       Zwei Druiden aus einer Veröffentlichung von 1845. Nach einem Relief, das in Autun gefunden wurde
       
       
       

      Von den Druiden selbst ist uns mit Ausnahme von wenigen Weiheschriften und Steintafeln mit religiösem Inhalt sowie dem Kalender von Coligny nichts überliefert. Der Grund hierfür wird zumeist in dem von Cäsar berichteten Schriftverbot für die Inhalte ihres Glaubens gesehen.

       

      Von Plinius dem Älteren überliefert ist die Tradition des weiß gekleideten Druiden, der mit der goldenen Sichel Mistelzweige von der Eiche schneidet; daneben berichtet Plinius vom Stieropfer, das unter Anleitung eines Druide erfolgte. Die Mistel wurde von den Druiden als heilige Pflanze geschätzt. Auch wenn als Grund dafür immer wieder ihre Wirkung als Heilpflanze angeführt wird, erscheint dies aus heutiger Sicht als alleiniger Grund eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlich war ein weiterer Grund die Beobachtung, dass die Mistel im Winter, wenn alles andere pflanzliche Leben erstorben zu sein scheint, noch grün auf den Bäumen wächst.

       

      Schon zuvor hatte Caesar im Gallischen Krieg Druiden erwähnt[7]; dieser Bezug weist Parallelen zu einer Darstellung des Poseidonius (135–51 v. Chr.) auf, der ein hellenistisch idealisiertes Bild der Druiden als Philosophen malt. Andererseits berichtet Cäsar davon, dass Druiden Opferzeremonien ausrichten[8], in denen Menschen mit dem Schwert getötet wurden, um aus ihren Todeszuckungen die Zukunft vorherzusagen, und Menschen in Weidegeflechten, die Abbilder von Göttern darstellten, als Brandopfer dargebracht wurden. Teilweise wurden diese Berichte als antikeltische „Kriegspropaganda“ gewertet. Inzwischen konnten Archäologen Überreste gewaltiger Opferfeuer, verbrannter Menschenknochen und auch Artefakte zur Opferschau nachweisen, so dass Cäsars Bericht wohl zumindest teilweise bestätigt wird. Allerdings bereitet der eindeutige archäologische Nachweis von Menschenopfern immer noch große Schwierigkeiten; immerhin könnte es sich auch um Brandbestattungen und um Instrumente zur Leberschau bei Opfertieren handeln.

    1 more annotation...

  • Oct 23, 12

    Gruppe "Stämme 2"
    Ausschnitte aus Caesars Werk "de bello Gallico"

    • (1) Gallien in seiner Gesamtheit ist in drei Teile geteilt, von denen den einen die Belger bewohnen, den zweiten die Aquitanier und den dritten die, welche in ihrer eigenen Sprache Kelten, in unserer Gallier heißen.  
       (2) Diese alle sind nach Sprache, Einrichtungen und Gesetzen voneinander verschieden. Die Gallier trennt von den Aquitaniern der Fluß Garonne, von den Belgern die Marne und die Seine.  
       (3) Von diesen allen sind die Belger die tapfersten, deswegen weil sie von der Lebensweise und Bildung der römischen Provinz entfernt sind, keineswegs bei ihnen Kaufleute häufig ein- und ausgehen und das, was zur Verweichlichung der Gemüter dient, einführen, und weil sie am nächsten benachbart den Germanen sind, die jenseits des Rheines wohnen, mit denen sie ununterbrochen Krieg führen.  
       (4) Aus diesem Grunde übertreffen auch die Helvetier die übrigen Germanen an Tapferkeit, weil sie sich in fast täglichen Kämpfen mit den Germanen messen, indem sie entweder von ihren eigenen Grenzen sie abwehren oder selbst in deren Lande Krieg führen.  
       (5) Von ihnen ein Teil, den, wie gesagt, die Gallier innehaben, beginnt an der Rhone; er wird begrenzt von der Garonne, dem Ozean und von dem Lande der Belger; er berührt auch von der Seite der Sequaner, und Helvetier aus den Rhein; er liegt nach Norden zu.  
       (6) Das Gebiet der Belger beginnt an den äußersten Grenzen Galliens; es erstreckt sich bis zum unteren Teile des Rheines; es schaut nach Nordosten.  
       (7) Aquitanien erstreckt sich von der Garonne bis zum Pyrenäengebirge und demjenigen Teil des Ozeans, der bei Spanien ist; es schaut nach Nordwesten.
1 - 20 of 37 Next ›
20 items/page
List Comments (0)