Seeschlachten der Römer
- Seeschlachten der Römer
- Bauweise / Entwicklung der Polyeren
- Handelsschiffe
- Liburne
Mit der Beherrschung Mittel- und Unteritaliens ab 272 v. Chr. wurde Rom Erbe der griechischen und punischen Handelsherrschaft in diesem Raum. Rom wurde dadurch potentielle Seemacht mit Hilfe der Griechen Magna Graecia als „socii navales“ (maritime Bundesgenossen). Roms Interesse an Sizilien führte 264 v. Chr. zum Konflikt mit Karthago. Der römische Flottenbau mit Hilfe der Griechen Unteritaliens war mit dem Beginn der Eroberung Siziliens nunmehr unabdingbar, da Rom in ein Interessengebiet der damalig führenden Seemacht Karthago eingriff. Mit der Eroberung Siziliens begann Roms Weg zur Seemacht. In drei Punischen Kriegen (264-241, 218-201, 149-146 v. Chr.) wurde Karthago niedergerungen. Die Schlacht bei den Ägatischen Inseln 241 v. Chr. zwischen Rom und Karthago war nicht nur entscheidend für den Ausgang des Ersten Punischen Krieges, sondern Rom errang damit die Seeherrschaft im westlichen Mittelmeer. Die Schlacht am Kap Ecnomus 256 v. Chr. war keine militärisch entscheidende Seeschlacht im 1. punischen Krieg jedoch blieb die Zahl der Schiffe und teilnehmenden Soldaten in der Antike unübertroffen. Die Römer hatten 330 Schiffe, darunter etwa 250 Penteren, der Rest Transport- und Versorgungsschiffe. Die Karthager setzten ca. 350 Schiffe ein. Um diese Flotte zu bemannen waren 140 000 Mann erforderlich. Nach dem Verlust der Seeherrschaft im 1. Punischen Krieg entschied sich Karthago im 2. Punischen Krieg für den Landkrieg, da ein Seekrieg gegen Rom und die zahlreich mit ihnen verbündeten Seestädte Italiens und Syrakus wenig aussichtsreich erschien. Nach dem Ende des 2. Punischen Krieges hatte Rom endgültig die Vorherrschaft im westlichen Mittelmeer gefestigt.
Nach den Punischen Kriegen behielten die Römer eine bedeutende Marine für die erste Hälfte des 2. Jh. v. Chr. sahen dann aber keinen Grund für den weiteren Unterhalt einer größeren Flotte. Sie verließen sich fast ausschließlich auf die verbündeten griechischen Städte Süditaliens, die Schiffe und Besatzungen je nach Bedarf zu stellen hatten. Im Dritten Makedonischen Krieg boten daher Karthago, Genthios von Illyrien, Rhodos und Byzanz Schiffe für den Transport der römischen Truppen zum griechischen Festland an und machten damit die römische Schwäche zur See deutlich. Die Inselrepublik Rhodos, die bis 168 v. Chr. mit ihrer Flotte im östlichen Mittelmeer für Ruhe sorgte und sich Laufe dieses Krieges auf makedonische Seite stellte, wurde durch seine nach diesem Krieg verlorenen Gebiete in Kleinasien und die Errichtung eines Freihafens im ehemalig makedonischen Delos geschwächt. Die seestrategische Schwächung Rhodos führte zum Verlust seiner Seeherrschaft und damit zur Ausbreitung der Seeräuberplage. Rom begann sich in Folge weiter nach Osten auszudehnen. Die Seeräuberplage wurde erst 67 v. Chr. im gesamten Mittelmeer mit einer zwischenzeitlich neu geschaffenen römischen Flotte in einem koordiniertem Einsatz von 500 Schiffen und 20 Legionen durch Gnaeus Pompeius Magnus beseitigt.
Die Seeschlacht bei Actium 31 v. Chr. zwischen Octavian und Marcus Antonius markierte für lange Zeit das Ende klassischer Seeschlachten mit massierten Flotten bestehend aus unterschiedlichen Klassen von Schiffen. Der Bürgerkrieg war nach dem Gewinn dieser Seeschlacht weitestgehend entschieden. Es war auch der Beginn der Alleinherrschaft Octavians sowie das Ende der römischen Republik. Diese Schlacht beendete auch bis auf wenige Ausnahmen den Bau von Polyeren und kennzeichnete den Übergang zur Liburne. Rom hatte im Mittelmeer keinen Gegner mehr und war die alleinige Seemacht. Die kaiserliche Flotte verhinderte das Entstehen eines maritimen Gegners und hatte weitestgehend nur noch polizeiliche Aufgaben. Bis auf die Seeschlacht zur Klärung der Machtfrage zwischen Konstantin I und Licinius vor den Dardanellen, gab es für mehr als 300 Jahre keine Seeschlachten mehr.
Seeschlachten der Römer
Schiffstypen (Polyere) und ihre Entwicklung ... kurz zusammenfassen (Verallgemeinern); Tetrere und Pentere genauer