Sabine Reul erklärt, warum wir in einer deformierten
Demokratie leben, warum der gegenwärtige Parteienapparat nicht zu reformieren ist und warum die Erneuerung der Demokratie von unten kommen muss.
Gabor Steingart, Autor des Buches Die Machtfrage:
Ansichten eines Nichtwählers, stellt sich Fragen von Thomas Deichmann.
Stärker als zumeist in seiner Geschichte hätte das Land „Mehr Experimente“ und einen grundsätzlichen Einschnitt nötig, der der ökonomischen, sozialen und ökologischen risenhaftigkeit der Gegenwart gerecht wird. Doch eine solche Alternative steht auf Bundesebene infolge der historischen Schwäche der SPD und ihrer Ablehnung der einzigen dafür tauglichen, nämlich rot-rot-grünen, Koalition gar nicht erst zur Wahl.
Was wir stattdessen auf der schwarz-gelben Seite erleben, ist „the same procedure as every year“, nämlich die Wiederholung jener neoliberalen Steuersenkungsparolen, die die Krise erst mitverursacht haben.
Sind die Parteien zu schlaff für einen handfesten Wahlkampf?
Ähneln die Kandidaten einander zu sehr? Nein, Angela Merkel lähmt ihre Widersacher, indem sie Kontroversen verhindert
Der Medienwissenschaftler Norbert Bolz sieht Auftritte von Spitzenpolitikern wie der Kanzlerin in Talkshows als Zeichen dafür, dass die Politik verflacht. Interview
Wieczorek-Zeul: mögliche gesellschaaftspolitische Leitideen der SPD