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Holger Schulze's List: Political Studies

  • Apr 02, 09


    From this confluence of campaign finance, personal connections, and ideology there flowed, in just the past decade, a river of deregulatory policies that is, in hindsight, astonishing:

    * insistence on free movement of capital across borders;

    * the repeal of Depression-era regulations separating commercial and investment banking;

    * a congressional ban on the regulation of credit-default swaps;\n\n* major increases in the amount of leverage allowed to investment banks;

    * a light (dare I say invisible?) hand at the Securities and Exchange Commission in its regulatory enforcement;\n\n* an international agreement to allow banks to measure their own riskiness;

    * and an intentional failure to update regulations so as to keep up with the tremendous pace of financial innovation.

    The mood that accompanied these measures in Washington seemed to swing between nonchalance and outright celebration: finance unleashed, it was thought, would continue to propel the economy to greater heights.

    *

    The challenges the United States faces are familiar territory to the people at the IMF. If you hid the name of the country and just showed them the numbers, there is no doubt what old IMF hands would say: nationalize troubled banks and break them up as necessary.

    *

    The second scenario begins more bleakly, and might end that way too. But it does provide at least some hope that we'll be shaken out of our torpor. It goes like this: the global economy continues to deteriorate, the banking system in east-central Europe collapses, and—because eastern Europe's banks are mostly owned by western European banks—justifiable fears of government insolvency spread throughout the Continent. Creditors take further hits and confidence falls further. The Asian economies that export manufactured goods are devastated, and the commodity producers in Latin America and Africa are not much better off. A dramatic worsening of the global environment forces the U.S. economy, already staggering, down onto both knees. The baseline growth rates used i

  • Apr 04, 09


    Die Illusion unendlichen Wachstums steckt nicht nur in den Modellen der Ökonomen, sie ist tief in die Wunschrinde der Gehirne gedrungen. Für ein Kilo Brot mussten wir 1960 20 Minuten arbeiten, jetzt sind es 10. Für Flaschenbier 15 respektive 3, für ein Hähnchen 133 gegenüber 12. Für den Fernseher sank der Wert von 351 auf 29 Stunden, von Textilien ganz zu schweigen. Wie realistisch wäre eine Politik, die den Bürgern des Westens zumutete, auf dem Niveau von 1970 oder 1990 zu leben, damit, sagen wir, eine Billion im Jahr als Investition in eine stabile Welt frei wird?

    *

    Ein kapitalistischer Markt muss mindestens 1,8 Prozent im Jahr wachsen, sonst bricht er zusammen, hat Hans-Christoph Binswanger - der Erfinder der Ökosteuer - ausgerechnet. Über derlei Kalküle gibt es unter den Ökonomen nicht einmal eine Diskussion. Schon gar nicht darüber, dass uns die sozialen und ökologischen Schäden zwingen könnten, selbst dieses Minimalwachstum sukzessive abzubauen. Wie eine Wirtschaft ohne Wachstum funktionieren kann, "das ist die Jahrhundertfrage", sagt Wolfgang Sachs, einer der Autoren der Zukunfts-Studie. "Es gibt Elemente einer Antwort, aber kein festes Konzept. Ich erwarte, dass sich darüber endlich mal die zuständige Wirtschaftswissenschaft den Kopf zerbricht. Wie kann eigentlich eine Wirtschaft aussehen, die nicht wachsen muss?"

    *

    Die herrschende Theorie ist bis heute methodisch nicht in der Lage, diese Frage zu beantworten. Soziale oder ökologische Zielsetzungen gelten weithin als "externe" Faktoren für Modelle, die von der prinzipiellen Verfügbarkeit von Ressourcen und der unendlichen Steigerung der Bedürfnisse ausgehen. Die seltenen Theoretiker einer "ökologischen Ökonomie" wie Herman Daly erhalten allenfalls alternative Nobelpreise; sie thematisieren die Naturschranken, aber sagen wenig über die Technik des Schrumpfens. Die "Jahrhundertaufgabe" für die Wirtschaftswissenschaft wäre eine "politische Ökonomie". Zu ihr gibt es es kaum Überlegungen.

    Grundlegend ist immer noch die von Adolph Lowe, der in den Zwanzig

  • Dec 26, 09

    Der Weg vom Hass auf das Finanzamt zu rechtsrevolutionären Gefühlen ist genau so kurz und emotional plausibel wie der von diffus linksradikalen Stimmungen zum konkreten Hass auf das auf die allerbanalste Weise seinen verantwortungslosen Machismo und dumpfen Distinktionscharakter in die Landschaft pflanzenden Scheißauto und den es fahrenden vermeintlichen Gentrifzierungsgewinnler.

    [...]


    Bürokratische Bewertung von reglementierter Lebenszeit und Ökonomisierung von Verhaltens- und Auftrittspartikeln gehören aber derselben Verwertungslogik an.

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