Seit gestern auf herrlarbig.de: Binäre Codes und die Bildung der Zukunft: Eine Replik zu Schirrmachers „Payback“ – http://bit.ly/byYjhp
Was wirklich neu ist - oder sagen wir mal: was für Manche effektiv neu wäre und von Anderen längst betrieben wurde, als es noch kein Internet gab.
Deutschland fehlt der öffentliche Diskurs, die angemessene Gesetzgebung und eine entsprechende Mentalität, um mit den Veränderungen durch das Internet zurechtzukommen. Ergebnis: Ein Umgang mit dem Internet von Seiten der Regierung und der Wirtschaft, der uns mittel- bis langfristig auf globaler Ebene in ein Entwicklungsland verändern wird.
Im Jahr 1953, als noch nicht einmal Technikvisionäre vom Internet träumten, traf der Philosoph Isaiah Berlin seine berühmt gewordene Unterscheidung zwischen zwei Arten von Denkern, dem Igel und dem Fuchs: „Der Fuchs weiß viele Dinge, aber der Igel weiß eine große Sache.“
Die Igel unter den Autoren, so Berlin, sehen die Welt durch das Prisma einer einzigen übergeordneten Idee, während die Füchse hin und her flitzen und sich von der größtmöglichen Vielfalt an Erfahrungen und Quellen inspirieren lassen. Marx, Nietzsche und Plato waren Igel; Aristoteles, Shakespeare und Berlin selbst zählten zu den Füchsen.
Jahrtausendealt ist die Form der zehn Gebote, auch in der Gegenwart wird sie in immer neuen Variationen mit Botschaften befüllt. Kaum ein Bereich ist so sehr von Umbrüchen und Veränderungen erfaßt wie die Computer- und Netzwelt. Und nirgendwo scheint aber auch die Sehnsucht nach einer Ordnung in Form von jeweils zehn fundamentalen Regeln so stark zu sein wie in der digitalen Welt. Ich hab mal zehn davon zusammengestellt:
Frank Schirrmacher zu Echtzeitkommunikation
tiefer Artikel von Frank Schirrmacher: Der Verlust der Selbstbestimmung durch die Verlockung zum Konsum in einem Überangebot an Information bei Aufrechterhaltung der Illusion selbstbestimmten Handelns führt zur einer Verflachung, vielleicht sogar Verblödung des Menschen. Der Computer/die Medien sind aber nicht schuld und Verweigerung keine Lösung. Die Konsequenz ist richtig: Bildung hilft. Aber nur wenn sie aufklärerisch ist und nicht auf Zwecke ausgerichtet ist.
Agenda-Setting ohne Lobbyarbeit, ohne Parteistrukturen und weitgehend ohne die Macht der etablierten Medien. Da kann man schon mal ein wenig überfordert sein, nicht wahr Herr Schirrmacher?
Frank Schirrmacher und der Kulturpessimismus. Eine Gegenrede von Sascha Lobo