Eine Methode, um vom weißen Blatt relativ rasch zu einem Ergebnis zu gelangen. Die Seite ist insgesamt eher fragwürdig und ein wenig esoterisch, hat aber auch ein paar interessante Aspekte.
Das Cluster im Textlabor
Für den praxisbezogenen Einsatz des Clusterings im eigenen Textlabor empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:
Der Assoziationsimpuls ergibt sich aus dem Thema, über das wir gerne etwas schreiben würden.
Das Schlüsselwort entsteht aus dem ersten Gedanken zum Thema. Merke: Der erste Gedanke ist immer de beste Gedanke. Wie oft haben Sie einen ersten Gedanken verworfen, um dann einen zweiten aufzunehmen? Am Ende sind Sie entweder wieder zum ersten Gedanken zurückgekehrt oder die Geschichte ist gestorben. Diesen Nebenschauplatz können Sie sich ersparen, wenn Sie Ihrem ersten Impuls für den Schlüsselbegriff nachgehen.
Das Cluster entsteht durch freie Assoziation. Begriffe, Metaphern, Zitate, Informationen, Gefühle, Erkenntnisse, Farben, Gerüche ... All das, was Ihnen zum gestellten Thema einfällt, wird nun spontan in das Cluster integriert. Vergessen Sie dabei aber nicht, jeden Begriff nochmals mit einer Elypse zu versehen und eine Verbindungslinie zum Schlüsselwort herzustellen. Es ist auch möglich, Verbindungslinien innerhalb der einzelnen Clusterpunkte herzustellen.
Transformation in Sprache. Bereits während des Clustering werden Sie feststellen können, dass in Ihnen ein Sprachprozess angeregt wird. Satzfragmente, einzelne Formulierungen, Szenen, Handlungen usw. beginnen sich zu formieren und regen Ihren Schreibprozess an.
Der emotionale Zugang zum Thema korrespondiert nun auch mit Ihrem kognitiven Verständnis. Abstrakte Gefühle werden zu erdachter Sprache.
Suchen Sie sich nun, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Cluster vollständig ist, einen Begriff heraus. Auch hier wieder die Spielregel: "Erster Gedanke ist bester Gedanke!" Diesen Clusterpunkt setzen Sie nun wiederum in das Zentrum eines weißen Blattes und machen diesen Begriff zum Schlüsselwort. Ein neues Cluster entsteht. Übrigens können Sie jeden der gefundenen Clusterpunkte aus dem "Urcluster" noch einmal intensiv clustern.
Der erste Satz: Sollten Sie wieder erwarten nun immer noch keinen fließenden Anfang finden, machen Sie einfach ein Cluster zum ersten Satz. Der Schlüsselbegriff heißt also in diesem Fall: "Der erste Satz". Clustern Sie alles auf, was Ihnen zu diesem "Phänomen des ersten Satzes" einfällt.
Der Schreibprozess: Jetzt legen Sie sich eine Uhr auf den Tisch und schreiben Sie innerhalb von zwei Minuten all das auf, was augenblicklich in Ihnen auftaucht. Freewriting nennt sich das im Creative Writing. Wenn Sie sich allen Ballast innerhalb dieser zwei Minuten von der Seele geschrieben haben, machen Sie eine kleine Pause von maximal zehn Minuten.
Es geht los!