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Der amerikanische Verhaltenstherapeut Zachary Rosenthal will Crack-Abhängige mit einem Videospiel therapieren, in dem Drogenhändler in dunklen Bars auf ihre Kunden warten. Gewonnen hat, wer seinen Kaufimpuls so lang wie möglich unterdrückt.
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Es ist das Zusammenwirken aus dem, was diese Spiele bieten, und der sehr spezifischen seelischen Verfassung moderner Kinder.
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Bergmann: Ein zentrales Problem sind Bindungsstörungen in modernen Kleinfamilien. Kinder müssen Gefühle und Selbstempfinden, auch das körperliche, erst lernen. Dazu brauchen sie eine sichere Mutter und einen stabilen Vater. Wenn dabei die Feinfühligkeit fehlt - wenn etwa die Mutter zu schwach ist, weil Papa die Familie verlassen hat, oder auch bloß eine Steuernachzahlung ins Haus steht -, dann lernen die Kinder sich selbst nicht ausreichend kennen. Sie bleiben sich fremd. Diesen Kindern fehlt die Gefühlsdifferenzierung, um emotional zu empfinden. Ihre Realitätserfahrung wird immer funktionaler, immer kälter. Das sind die typischen Computerabhängigen.
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Doch mancher Vater und manche Mutter dürften schnell in Erklärungsnöte geraten, wenn sie ihrem Nachwuchs erläutern sollen, warum Gewaltdarstellung in der Oper freie Meinungsäußerung ist - Computerspiele jedoch verboten gehören.
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Viele der Interpretationen sind nur knapp oberhalb trivialer Logik angesiedelt. Ein Beispiel: Wenn Kinder gerne Computerspiele spielen möchten, werden sie sich eher ein derartiges Gerät im Kinderzimmer wünschen, als solche, die nicht so gerne am Computer spielen. Dass entsprechend stärker gespielt wird, wenn dann ein Computer vorhanden ist – keine Zauberei.
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Was die Wissenschaftler aus Hannover nicht schreiben: Der Nachweis für konkrete Auswirkungen von Gewaltdarstellung in Filmen oder Computerspielen ist bis heute nicht erbracht. Denn die Betroffenen haben, wie auch die KFN-Studie gezeigt hat, meist andere Probleme oder schlicht einen entsprechenden Freundeskreis. Die Daten der Studie lassen sich nämlich auch so interpretieren: Ein auffälliger Medienkonsum ist nicht immer, aber häufig ein guter Anhaltspunkt für sonstige Probleme im Umfeld des Kindes.
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Viele Computerspiele verherrlichen Gewalt. Doch dass sie zu realer Gewalt bei Jugendlichen führen, ist nicht erwiesen. Eine Erwiderung
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Wer am Computer verroht, wird das auch im realen Leben tun. So einfach könnte die Beweisführung sein, und ähnlich einfach haben es sich jetzt Forscher des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) gemacht.
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Sie kommen zu vielen interessanten Ergebnissen: Wer häufig und viel Medien konsumiert, zeigt schlechtere Schulleistungen.
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Interessant ist dabei, was zuerst da war, die hohe Aggression oder die Computerspielleidenschaft.
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Die Ergebnisse der Befragung der Jugendlichen legte nahe, dass je mehr Gewaltspiele ein Jugendlicher über Monate und Jahre hinweg spielte, desto eher in bestimmten Situationen auch aggressiv handelte.
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Potsdamer Psychologinnen haben mehrere Studien durchgeführt. Das Ergebnis: Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen intensivem Gewaltspiel am Computer und Aggression
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Wobei die Wissenschaftler vorsichtig formulieren. Die meisten Raucher sterben nicht an Lungenkrebs, nicht jeder betrunkene Autofahrer verursacht einen schlimmen Verkehrsunfall. So werden auch nicht alle Fans von brutalen Spielen zu Gewalttätern.
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Sie betonen, Mediengewalt sei nur einer von vielen möglichen Faktoren, die zur Gewaltbereitschaft beitragen, doch es ist einer.
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s fiel nur auf, dass die Kinder, die von Mitschülern und Lehrern als aggressiv eingeschätzt wurden, eine große Vorliebe für Egoshooter hatten und diese auch im Laufe der Jahre intensiviert haben.
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konnte kein signifikanter Zuwachs an Aggressivität festgestellt werden
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Computerspiele werden bei Kindern immer beliebter. Die Psychologin Maria von Salisch hat untersucht, wie diese Spiele bei Kindern wirken. Ein Interview.
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Eine wichtige Erkenntnis dieser Studie war, dass eine Zunahme von Aggressivität durch den Gebrauch von gewalthaltigen Spielen bei den untersuchten Kindern nicht festgestellt werden konnte.
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Bei einer einmalig durchgeführten Querschnittstudie zum Beispiel können Sie nur sehen, dass es eine Korrelation zwischen Gewalt und Spiel gibt. Wirkungen lassen sich aber nur in Längsschnittstudien nachweisen. Wir haben zu diesem Zweck 300 Kinder ausgewählt, die in regelmäßigen Abständen befragt wurden, ein Medientagebuch geführt haben und die auch von ihren Mitschülern und Lehrern in Bezug auf ihr aggressives Verhalten bewertet wurden.
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