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Streit bei den Medizinjournalisten – wo endet Journalismus? #Journalismus vs. #PR /via @denisnoessler
Bericht über den Twittwoch Rhein-Main, noch am selben Abend von @DerLachmann veröffentlicht. Nach einem lockeren Vortrag von @MichaelUmland aka einer von @ZDFOnline eine Podiumsdiskussion mit ihm, FFH, AZ
Ein ausführliches Interview von Thomas Mrazek mit Hardy Prothmann. "Seit April 2009 betreibt Hardy Prothmann (45) das lokale Heddesheimblog. Wir führten damals das erste Interview mit ihm. Inzwischen hat sich einiges getan, Prothmann betreibt sechs Lokal-Blogs im Mannheimer Raum, er gründete mit mehreren Kollegen eine Interessensgemeinschaft zur Förderung des unabhängigen Online-Lokaljournalismus, Istlokal – aber er eckte auch gründlich an. Wir sprachen mit Hardy Prothmann über seine künftigen Pläne, seine Perspektiven aber auch über die nicht wenigen Probleme bei seiner Arbeit."
Diplomarbeit von Florian Siebeck: "Das Wiki-Prinzip. Kollaborative Wissenskonstruktion im journalistischen Umfeld"
Hardy Prothmann: "Die streikenden Zeitungsredakteure fordern Solidarität ein. Denn ihnen drohen Lohnkürzungen und schlechtere Arbeitsbedingungen. Doch ist deren “Empörung” wirklich nachvollziehbar? Haben sie sich “Solidarität” verdient?"
Olaf Storbeck: "Ende vergangener Woche jedoch fiel mir ziemlich die Kinnlade runter: “Spiegel Online” hat einen Text aus der Handelsblatt-Printausgabe nahezu eins zu eins übernommen. Ein “Spiegel Online”-Journalist mit dem Kürzel “fdi” hat unseren Text über eine Studie zum Gehaltsbonus für verheiratete US-Baseballspieler nur ein bisschen redigiert."
"Für den Deutschen Fachjournalisten Verband habe ich am Freitag, 8. April ein ganztägiges Seminar in Köln gegeben. Es ging um die Themen:
Warum sollten sich freie Fachjournalisten im Netz aktiv vermarkten? Wie können sie ihr Profil schärfen und von den Möglichkeiten im Web profitieren?"
"Tablet-Computer sollen die Zeitungsbranche retten, weil Nutzer Geld für Nachrichten zahlen. Doch eine Zwischenbilanz zeigt: Der Traum könnte sich als Chimäre entpuppen. "
"Sicherlich haben auch Sie sich schon gefragt, wie große und erfolgreiche Unternehmen ihre Pressemitteilungen verfassen. Ich habe einen Blick auf die letzten 100 Rundsendungen geworfen, die in der vergangenen halben Stunde bei uns eingetrudelt sind. Sehen Sie selbst, es ist unglaublich einfach …"
"Alle Unternehmenspublikationen vom Pressetext bis zur Werbeanzeigen werden in aufwändigen und langwierigen Verfahren bis zum letzten I-Punkt und bis zum letzten Pixel überprüft – wenn es sein muss, auch in 10 Korrekturschleifen."
"Von wegen nur belanglose Kurz-Plauderei: Das soziale Netzwerk Twitter entwickelt sich immer stärker hin zu einem mächtigen Instrument rund um Medien und Nachrichten."
Interview von Pia Kleine Wieskamp mit Ulrike Langer (@mauisurfer25) über Social Media, Journalismus und Unternehmertum.
Prädikat: Besonders lesenswert, weil natürlich, persönlich, authentisch
Ulrike Langers Blog: http://medialdigital.de/
Ulrike Langer hielt in Erfurt ein Seminar beim Jahresworkshop der Journalistenvereinigung der Handwerkspresse: "Im Laufe des Seminars wurde deutlich, dass nicht überall der Übergang vom Web 1.0 zum Web 2.0 so selbstverständlich, logisch und unausweichlich ist, wie wir Social Media Apologeten uns das manchmal vorstellen. "
"Ich habe selten so laut lachen müssen wie beim Nachlesen seiner in den Medien kaum berichteten Gratulationsrede zum 60. Geburtstag der Bundespressekonferenz. Damals las er den versammelten Hauptstadtjournalisten die Leviten, und was taten diese: sie schwiegen es weitgehend tot.
Als Werner Gößling mich vor einem halben Jahr für den heutigen Abend einlud, habe ich mich gewundert: Warum will sich die Bundespressekonferenz zu ihrem 60. Geburtstag ausgerechnet von dem einen Bundespolitiker gratulieren lassen, der von Amts wegen am wenigsten mit ihr zu tun hat?
Aber dann fiel mein Blick auf den Kalender. Schon richtig: Ihre Stammkundschaft ist in diesen Tagen anderweitig beschäftigt. Der Vorstand hat in weiser Vorausschau eingeladen; ich bin gern gekommen, herzlichen Glückwunsch.
Übersetzung: sie interessieren sich normalerweise nicht für mich, jetzt haben Sie mich aus Verlegenheit eingeladen, ich werde die Gelegenheit nutzen. In der gesamten Rede hielt Köhler den Journalisten ihre Unzulänglichkeiten, ihre zu große Nähe zum Politikbetrieb, ihre Oberflächlichkeit, ihren mangelnden Sachverstand und ihre zu große Leserdistanz vor.
Hier geht es gar nicht um Verheißung; hier geht es schlicht um Selbstbestimmung. Und die beginnt mit der Erkenntnis, dass man seinem eigenen Denken die Durchdringung von Tatsachen selbst dann zumuten sollte, wenn sie einem unangenehm sind. Das ist gerade für Anhänger gefestigter Weltanschauung mitunter eine Herausforderung, aber Journalisten sollten sich ihr nicht entziehen. Was soll man davon halten, wenn viele von Ihnen gern ein Urteil über die Dienstwagennutzung der Gesundheitsministerin zum Besten geben, aber die wenigsten ein kompetentes Urteil über die Gesundheitspolitik der Ministerin abgeben können?
Wie sollte man dem widersprechen? Es gibt viele im “Kommentariat” (wie es das Wissenschaftszentrum Berlin einst nannte), die durch Netzwerke, Selbstgefälligkeit und starke, schnelle Urteile auf das Nachspüren, das Forschen, das Suchen und vor allem auch das Auskennen verzich
"Der neue Chef von BBC World Services nimmt kein Blatt vor den Mund: Social Media muss sein. Twitter, Facebook und Blogs verändern Recherche, Publikation und Geschwindigkeit."
Kai Gniffke (Chefredakteur ARD-aktuell/Tagesschau) über die Unsitte von großen Konzernen, keine unabhängigen Kamerateams zur HV zuzulassen sondern ein eigenes Video anzubieten.
"89 Prozent der Journalisten nutzen Blogs, 65 Prozent greifen auf Social Networks zurück, 52 bauen auf Mirco Blogging-Seiten– allerdings ist die Glaubwürdigkeit ein zentrales Thema."
"Apps auf dem Handy: Die Verlegerzunft fühlt sich von den öffentlich-rechtlichen Sendern bedroht"
"Die deutsche Internet-Debatte ist auf dem Stand der neunziger Jahre. Eine digitale Avantgarde von eigenen Gnaden, die entscheiden möchte, wer dazugehört, tut so, als wäre Kommunikation im Netz nicht kinderleicht und als genügte es in einer Zeit, da selbst „Die Grauen" im Netz unterwegs sind, einen Blog zu besitzen, um sich als Kenner auszuweisen."\n\nTypisch Zeitungs-Herausgeber: Unfähig, einen leicht verständlichen und unverschachtelten Satz zu bilden.
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Die deutsche Internet-Debatte ist auf dem Stand der neunziger Jahre. Eine digitale Avantgarde von eigenen Gnaden, die entscheiden möchte, wer dazugehört, tut so, als wäre Kommunikation im Netz nicht kinderleicht und als genügte es in einer Zeit, da selbst „Die Grauen" im Netz unterwegs sind, einen Blog zu besitzen, um sich als Kenner auszuweisen.
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Frank Hamm on 2010-01-08Na gut - er ist ja nur Mitherausgeber der FAZ...
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Frank Hamm on 2010-01-08Typisch Redakteur: Unfähig, einen leicht verständlichen und unverschachtelten Satz zu bilden :-)
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