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Kris 's Library tagged theorie   View Popular

01 Apr 09

Lutterer - Gregory Bateson: Auf den Spuren ökologischen Bewußtseins

  • Modelle der Wirklichkeitskonstruktion: Schizophrenie gegen Solipsismus
  • Ich und die Welt
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Kommodifizierung – Wikipedia

  • In der geographischen Stadtforschung wird mit der Bezeichnung der Kommodifizierung der Prozess der zunehmenden Privatisierung zuvor "öffentlicher" Räume bezeichnet. In so genannten Gated Communities sind beispielsweise die üblicherweise öffentlichen Infrastruktureinrichtungen (Straßen, Wasserleitungen, Stromnetz etc.) in Privatbesitz. Der Zugang zu den privaten Wohngebieten wird kontrolliert und kann verwehrt werden. Zuvor öffentlicher Stadtraum wird somit zum privaten Raum, öffentliche Güter wie Infrastruktur zur (privaten) Ware. Auch postmoderne Einkaufszentren, Shopping-Malls etc. sind meist im Besitz von privaten Investoren und stellen privatisierten, kommerzialisierten Raum dar. Derartige kommodifizierte Räume unterscheiden sich also von für jeden zugänglichen, tatsächlich "öffentlichen" Räumen.


    Heutzutage wird im Zuge der Kritik einer Allgegenwart sog. „neoliberaler“ Konzepte implizit erneut die Kommodifizierung angeprangert. Die neuerlich zunehmende Ausweitung der „Marktlogik“ auf Bereiche wie Gesundheit oder soziale Sicherung (= Kommodifizierung dieser Bereiche) führe zu einer „Ökonomisierung“ des Sozialen.

25 Jan 09

Gouvernementalität der Gegenwart: Studien zur Ökonomisierung des Sozialen: Ulrich Bröckling, Susanne Krasmann, Thomas Lemke: Amazon.de: Bücher

  • Herkunft des Begriffs der "gouvernementalité" aus einer Phase des Schaffens von Michel Foucault, der in den siebziger und achtziger Jahren Formen der politischen Macht untersuchte und den Begriff aus "gouvernement" (Regierung) und "mentalité" (Mentalität) zusammensetzte. Der Staat ist demnach nur eingebunden in komplexe Formen der Herrschaft über die Menschen, aber keineswegs ihr einziges oder entscheidendes Instrument. Aguigah schildert, wie die Autoren damit die Hoffnung verbinden, herauszukommen aus der starren Konfrontation von "Neoliberalen" einerseits, die nicht müde werden "weniger Staat" zu fordern, und linken Kritikern wie Pierre Bourdieu andererseits, die im Gegenteil "mehr Staat" fordern. Denn beide Seiten dieser gegenwärtigen politischen Diskussion - so scheinen es die Anhänger der "Governmentality Studies"zu sehen - sind gefesselt in der selben Begrifflichkeit und gehorchen der gleichen Macht eines übergeordneten und unbegriffenen Diskurses. Allerdings bemängelt Aguigah zweierlei an dem Band: Studien wie die über den "schlanken Staat", über die Gentechnologie oder die "Disney-Kultur" beruhen seiner Meinung nach allzu sehr auf programmatischen Texten und analysierten zu wenig, wie die Menschen damit umgehen. Und den Begriff des Neoliberalismus, wie er in dem Band gebraucht wird, findet er zu vage.

Das unternehmerische Selbst: Soziologie einer Subjektivierungsform: Ulrich Bröckling: Amazon.de: Bücher

  • Die Maxime »Handle unternehmerisch!« ist der kategorische Imperativ der Gegenwart. Ein unternehmerisches Selbst ist man nicht, man soll es werden. Und man wird es, indem man sich in allen Lebenslagen kreativ, flexibel, eigenverantwortlich, risikobewußt und kundenorientiert verhält. Das Leitbild ist zugleich Schreckbild. Was alle werden sollen, ist auch das, was allen droht. Der Wettbewerb unterwirft das unternehmerische Selbst dem Diktat fortwährender Selbstoptimierung, aber keine Anstrengung vermag seine Angst vor dem Scheitern zu bannen. Ulrich Bröcklings grundlegende soziologische Studie nimmt diese Ambivalenz in den Blick und spitzt sie zu einer Diagnose der gegenwärtigen Gesellschaft zu.

Institut für Politikwissenschaft: Publikationen

  • Das unternehmerische Selbst. Soziologie einer Subjektivierungsform
  • Glossar der Gegenwart
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24 Jan 09

Glossar der Gegenwart: Amazon.de: Ulrich Bröckling, Susanne Krasmann, Thomas Lemke: Bücher

  • Deutungsschemata, mit denen die Menschen sich selbst und die Welt, in der sie leben, interpretieren; normative Fluchtpunkte, auf die ihr Selbstverständnis und Handeln geeicht sind; schließlich konkrete Verfahren, mit denen sie ihr Verhalten zu optimieren suchen. Die Artikel präparieren die Antinomien gegenwärtiger Selbst- und Sozialverhältnisse heraus und verbinden wissenschaftliche Analyse mit politischer Diagnostik und Kritik. In der Summe ergibt sich ein Register zeitgenössischer »Menschenregierungskünste« (Foucault). Stichworte (Auswahl): Assessment Center / Biopolitik / Coaching / Commitment / Cool / Empire / Erlebnis / Evaluation / Flexibilität / Good Governance / Humanitäre Aktion / Just-in-Time / Kreativität / Kundenorientierung / Lebenslanges Lernen / Leitbild / Nachhaltigkeit / Performance / Risiko / Synergie / Wellness / Zukunftsfähigkeit

Auf leisen Sohlen ins Gehirn. Politische Sprache und Ihre heimliche Macht: Amazon.de: George Lakoff, Elisabeth Wehling: Bücher

  • Inszenierungen
  • die sprachlichen Mittel bestimmen, mit denen um Wähler und Wählerinnen geworben wird
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17 Jan 09

Neue Seite 1

  • Das
    Erkenntnisinteresse dieser kultursemiotischen Arbeit gilt also nicht primär
    den Produkten, Marken oder hard facts, sondern den ihnen zu Grunde liegenden
    Mentalitäten und – da die Zeichensysteme gesellschaftlich, keineswegs aber natürlich
    fixiert sind – den Interessen und Ideologien, die hinter der Propagierung
    bestimmter Mentalitäten, Empfindungen und Werte liegen.

A. Mode als Avantgarde-Medium 1. Der Vorteil des Immateriellen

  • „Die
    Mode ermöglicht einen sozialen Gehorsam, der zugleich individuelle
    Differenzierung ist.“


    (Georg
    Simmel, in: Poschardt 1998, S. 51 )

16 Jan 09

Georg Franck - Mentaler Kapitalismus

  • Georg Franck spricht von der "Ökonomie der Aufmerksamkeit" (Image steckt da mit drin). Finde größtenteils sehr plausibel. Das Buch ist auch recht anregend, man findet einige Denkanstösse (und kann sich dran reiben). Lediglich scheint Franck alles nur noch aus der Perspektive seiner Theorie zu sehen, und wenn Theorien quasi verabsolutiert werden, wird's immer a bisserl schwierig. - debranding on 2009-01-17
  • Francks These lautet, dass wir an einer ökonomischen Epochenwende stehen: Die viel beschworene "Verdinglichung der Kultur" schlägt in ihr Gegenteil um, erläutert Misik, in die "Kulturalisierung aller Dinge", in eine Ökonomie der Aufmerksamkeit. Reich ist demnach derjenige, erklärt Misik die neuen Akkumulationsgesetze, der viel Beachtung erfährt, vornehmlich in den Medien. Deren Rolle ist auch deshalb so bedeutsam geworden, weil sie laut Franck nicht nur "Werbeumfeld" sind, sondern - etwa im Fall des Anchorman - die Aufmerksamkeit der Zuschauer stabilisieren. Viele "hübsche" Beobachtungen hat Misik in diesem Buch gefunden, gut gefallen hat ihm auch Francks Befund, dass die Aufmerksamkeitsökonomie "abweichendes Verhalten" sanktioniert: "Leute", übersetzt Misik dies, "die früher in die Klapsmühle gewandert wären, kommen heute ins Fernsehen."
  • Doch das macht die "Schwäche des Buches" nicht wett, und diese beschreibt der Rezensent bündig in einem Satz: "Es behauptet viel und verzichtet zu oft auf Beschreibung."
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12 Jan 09

Image, York Kautt

  • Stars und Politiker – aber auch Unternehmen, Konsumprodukte und viele andere Identitäten – »haben« offenkundig ein Image. Trotz der Omnipräsenz dieses Alltagsbegriffs sowie der damit bezeichneten Phänomene fehlt es bislang an Untersuchungen, die die soziokulturelle Bedeutung und Funktion von Image aus genealogischer Perspektive in den Blick nehmen: Warum und wozu etabliert sich Image im 20. Jahrhundert als Element der Alltagskultur? Und wie lässt sich seine kommunikative Struktur näher bestimmen? Das Buch geht diesen Fragen in Bezug auf die Entwicklung der technischen Bildmedien und der modernen Werbung nach.




    York Kautt (Dr. rer. pol.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gießen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kultur- und Medientheorie sowie empirische Kulturanalyse.

TP: Nächstenliebe im elektronischen Zeitalter

  • Eine der Charakteristiken des Übergangs ist, daß wir uns nicht mehr mit kausalen Erklärungen begnügen können. Wir müssen die Phänomene als Produkte eines Spiels von Zufällen ansehen, wobei die Zufälle statistisch dazu neigen, notwendig zu werden.
  • Philosophieren mit Bildern
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06 Jan 09

Wissenschaft als theoretische und praktische Kritik | Linksnet

  • Und was eigentlich Ansatzpunkt aller Kritik sein sollte, nämlich die Nichtangemessenheit gesellschaftlicher Verhältnisse bezüglich grundlegender Selbsterhaltungsbedürfnisse von "Mensch" und "Natur", gerät selten systematisch ins Blickfeld von Theorie.
  • Max Horkheimer und vor allem Theodor W. Adorno drückten offenbar aus, was ein Grundantrieb seines Denkens war: dass es darauf ankomme, "Leiden beredt werden zu lassen". Die kommunikationszentrierte Weltanschauung von Jürgen Habermas hielt er dagegen für wirklichkeitsfremd.
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