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Klaas Bähre's Library tagged "Iranisches Atomprogramm"   View Popular, Search in Google

Apr
10
2012

Der KÖLNER STADT-ANZEIGER bemerkt:

"Schon waren wir dabei, zum eigentlichen Kern der Debatte vorzustoßen: Zur Diskussion über die Lage Israels und die Politik des Iran. Doch das Kabinett des israelischen Premiers Netanjahu hat seinem Bestreben, in jedem erreichbaren Porzellanladen das Inventar zu zerdeppern, noch eine weitere ungeheuerliche Blödheit hinzugefügt. Das Einreiseverbot für den Schriftsteller Grass stellt die Debatte von den Füßen auf den Kopf",

kritisiert der KÖLNER STADT-ANZEIGER.

Und die LANDESZEITUNG aus Lüneburg resümiert:

"Hätte Günter Grass doch mehr Ahnung vom Nahost-Konflikt und Israel eine souveränere Regierung: Das Feixen der Brandstifter im Iran und in Neonazi-Foren wäre uns erspart geblieben. Das Einreiseverbot sichert der letzten Tintenkleckserei des Literaturnobelpreisträgers mehr Aufmerksamkeit als sie verdient. Unerträglich wie einst bei Thilo Sarrazin ist auch bei Grass die nicht gerechtfertigte Attitüde des Tabubrechers und Aufklärers."

Apr
5
2012

:-D (Auch ansonsten gelungen, wie angesichts des Interviewten kaum anders zu erwarten.)

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  • Aber dieses Schweigen gibt es nicht. Die ganze Welt diskutiert darüber. Auch in Israel. Deshalb war meine zweite Reaktion auf das Gedicht dann auch, dass Günter Grass keine Ahnung hat von Iran, von Atomkraft und Strategie. Es sei denn, er hat sich gestern mit dem iranischen Staatspräsidenten Ahmadinedschad unterhalten oder dem israelischen Premierminister Netanjahu - oder mit beiden.

Wenn Grass glaubt, dass er eine Art literarischer Regierungschef ist, dann irrt er. Wenn er glaubt, dass er ein Großintellektueller ist, dann irrt er zweimal. Warum? Weil er nicht argumentiert, nicht disputiert, sondern sich bloß exponiert. Weil er allein glaubt, etwas zu sagen zu haben. Was er dann aber sagt, ist nur dumpf, und das war noch nie intellektuell. Er ist nicht einmal ein Sarrazin; dann hätte er zumindest mehr gewusst. Was er alles nicht weiß, faktisch, aus allen Diskussionen und Berichten der vergangenen Jahre, Monate, Tage um den Nahen Osten. Und wenn er es doch wüsste? Dann wäre das Schlimmste von allem, dass er bei seinem Präventivgedicht unterschlägt: Nie hat Israel mit einem atomaren Erstschlag gedroht, nicht gegen den Iran, gegen niemanden. Nie hat Israel einen anderen Staat auslöschen wollen. Wie der Iran.

Ich mag kurze Statements! :d: Das Blog der israelischen Botschaft nervt nur noch, seitdem da die Likud-Proleten das Sagen haben. Auch der mittlere Absatz ist eine spezifische Form von israelischer Weinerlichkeit und auch einfach objektiv falsch (Kuwait, Taiwan, Palästina etc.). Aber der Rest sitzt. Und die Kürze ist großartig! :-) "Peng!"

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  • Was gesagt werden muss ist, dass es zur europäischen Tradition gehört, die Juden vor dem Pessach-Fest des Ritualmords anzuklagen. Früher waren es christliche Kinder, deren Blut die Juden angeblich zur Herstellung der Mazzen verwendeten, heute ist es das iranische Volk, das der jüdische Staat angeblich auslöschen will.

     

    Was auch gesagt werden muss ist, dass Israel der einzige Staat auf der Welt ist, dessen Existenzrecht öffentlich angezweifelt wird. So war es schon am Tag seiner Gründung, und so ist es auch heute noch.

     

    Wir wollen in Frieden mit unseren Nachbarn in der Region leben. Und wir sind nicht bereit, die Rolle zu übernehmen, die Günter Grass uns bei der Vergangenheitsbewältigung des deutschen Volkes zuweist.

     

    (Botschaft des Staates Israel, 04.04.12)

Zu bedauern bleibt der arme Übersetzer der NYT, der sich aufgefordert sehen könnte, aus der Wellenschliff-Prosa so etwas wie Poesie zu machen.

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  • In einem Gedicht äußert sich Günter Grass über die drohende Kriegsgefahr zwischen Israel und dem Iran. Er unterstellt Israel, womöglich gleich das gesamte „iranische Volk auslöschen“ zu wollen. Doch er verliert kein Wort über die Bedrohung Israels durch den Iran. Henryk M. Broder kontert und holt die große Keule heraus.
  • Was bleibt? Ein Dichter, der mit der „Blechtrommel“ einen wirklich großen Roman geschrieben hat. Das ist gut 50 Jahre her. Der Nimbus des einstigen SPD-Wahlkämpfers ist schon durch seinen seltsam verdrucksten Umgang mit seiner Vergangenheit in der Waffen-SS verblasst. Grass trommelt noch immer. Doch es klingt seltsam hohl.
Mar
13
2012

  • Greift Israel Iran an, um eine mögliche Katastrophe zu verhindern, beschwört es selbst eine sichere Katastrophe herauf. Ein Plädoyer für Zurückhaltung. 

         Von  David Grossman
  • Iran ist bekanntlich nicht bloß ein radikaler fundamentalistischer Staat. Große Teile der Bevölkerung sind säkular, gebildet und aufgeklärt. Viele von ihnen haben in Demonstrationen gegen das verachtete diktatorische Regime ihr Leben riskiert. Dass ihr Herz für Israel schlägt, will ich gar nicht behaupten, aber sie sind vielleicht diejenigen, die das Land irgendwann regieren werden, und vielleicht werden sie sich sogar für Israel erwärmen. Ein israelischer Angriff würde diese Chance auf Jahre hinaus zunichtemachen. In den Augen selbst moderater, realistischer Iraner wird Israel immer der arrogante, größenwahnsinnige Staat sein, der historische Feind, der bekämpft werden muss. Ist diese Aussicht gefährlicher oder weniger gefährlich als ein atomarer Iran?
Mar
9
2012

Kommt von einem amerikanischen "Thinktank"-Typen und "Präzisionskriegs"-Träumerle, ist daher mit äußerster Vorsicht zu genießen ("nach meinen Berechnung"). Immerhin aber interessant zu lesen...

Iran Israel Iranisches Atomprogramm Militärwissenschaften Ausland

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