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Frankreich ist denn doch wieder einmal einfach klasse! :freu:
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Der scheidende Präsident der Französischen Republik, Nicolas Sarkozy, übergab am 15. Mai 2012 um 10 Uhr im Elysée-Palast das Amt an seinen Nachfolger François Hollande. Die feierliche Amtseinführung hatte sich der neue Präsident möglichst schlicht gewünscht. Das Protokoll sah die Ankunft des neuen Präsidenten über den Ehrenhof und die Amtsübergabe im Büro des scheidenden Präsidenten vor. Dort übergab Nicolas Sarkozy seinem Nachfolger den Code für das Atomwaffenarsenal und informierte ihn über besonders kritische Fragen.
Das Orchester der Nationalgarde spielte von François Hollande persönlich ausgewählte Stücke. Nach der Verkündung des offiziellen Wahlergebnisses, der Unterzeichnung des Protokolls und der Übergabe der Ordenskette des Großmeisters der Ehrenlegion hielt François Hollande seine Antrittsrede. Anschließend wurden 21 Salutschüsse vor dem Hôtel des Invalides abgefeuert.
Nach einer Fahrt über den Prachtboulevard Champs-Elysées in einem Citroën DS5-Cabriolet besuchte François Hollande das Grabmal des unbekannten Soldaten unter dem Triumphbogen.Der neue Präsident hielt gegen 13.45 Uhr eine Rede in den Tuilerien vor der Statue des ehemaligen Bildungsministers Jules Ferry (1832-1893), der in Frankreich die kostenlose und obligatorische Bildung sowie 1880 das laizistische Schulsystem eingeführt hatte. Er wurde zu einer Symbolfigur des französischen Laizismus und zu einem Mitbegründer der republikanischen Identität.
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Gleich im Anschluss ernannte er Jean-Marc Ayrault zum Premierminister, bevor er zu seinem ersten Auslandsbesuch nach Berlin aufbrach. Er traf dort Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem ersten Gespräch und einer gemeinsamen Pressekonferenz mit anschließendem Abendessen.
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Der 62-jährige Jean-Marc Ayrault ist seit 1989 Bürgermeister von Nantes, seit 1986 Abgeordneter und seit 1997 Vorsitzender der sozialistischen Fraktion in der Nationalversammlung. Jean-Marc Ayrault ist von Beruf Deutschlehrer und gilt innerhalb der Parti Socialiste als Deutschlandexperte.
"Trotz der offenkundigen Meinungsverschiedenheiten zwischen Frankreich unter Hollande und Deutschland unter Merkel können die bilateralen Beziehungen in Zukunft gut werden",
findet die polnische Zeitung GAZETA WYBORCZA, denn:
"In seinem Stil ähnelt Hollande nämlich mehr Merkel als Sarkozy: Im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist Hollande ein berechenbarer und pragmatischer Politiker. Unter ihm mag die Linie Paris-Berlin möglicherweise nicht durch Liebe oder Romantik gekennzeichnet sein, doch es wird Ruhe herrschen",
vermutet die GAZETA WYBORCZA aus Warschau.
Über das französische Kolonialimperium im 19. Jahrhundert:
In Ost- und Südafrika war Frankreich ebensowenig präsent wie in Nordamerika und Australien.
S. 629
Das stimmt nicht. Wenn man die winzigen niederländischen Antillen-Inseln mitzählt, muß man auch St. Pierre-Miquelon mitzählen. Und das war damals bei Frankreich und ist es immer noch. Dieses winzige Stückchen Nordamerika gehört mithin heute zur Eurozone. :-)
:-D
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In Frankreich hat ein letztes großes Schaulaufen vor der Stichwahl zum Präsidenten stattgefunden. Sarkozy gab sich kämpferisch, Hollande zog sich bewusst zurück.
Recht interessante vier Minuten. Die FN feiert am 1. Mai Jeanne d'Arc - deren Tag es im katholischen Heiligenkalender ist, was in dem Bericht leider nicht erwähnt wird. Die Linken feiern sowieso. Und nun möchte auch Sarko feiern.
... löbliche Stimmen zu den unsäglichen Schengen-Vorschlägen der Rechten:
Dagegen sieht die VOLKSSTIMME in der Forderung einen "Anschlag auf ein Stück europäischer Identität":
"Verriegelt und verrammelt - das war Europa in grauen Vorzeiten. Heute ist Europa, besser gesagt: der Schengen-Raum, quasi Inland. Die Reisefreiheit ohne Grenzen gehört zu Europa. Jetzt wollen Berlin und Paris Reisen innerhalb Europas zum Hürdenlauf machen. Möglicherweise deutsche Wahlkampfhilfe für die französischen Konservativen, die den Kampf gegen illegale Einwanderer zum zentralen Wahlkampfthema gemacht haben",
überlegt die Magdeburger VOLKSSTIMME.
Auch die MÄRKISCHE ODERZEITUNG hinterfragt die Motive der Akteure:
"Wenn Sarkozy und seine Leute jetzt Schengen massiv angreifen, dann ist dies wahlkampfmotiviert. 'Sarko' surft auf der nationalen Welle, um Stimmen auf der Rechten abzugreifen. Und CSU-Mann Friedrich surft ein bisschen mit, weil rechter Populismus seiner Partei nicht fremd ist; Wahlkampfhilfe ist es wohl auch. Aber es ist auch politisch fahrlässig, wenn nicht gefährlich, weil in der Krise die nationalistischen Versuchungen ohnehin groß sind und Europa desavouiert wird - eines kurzfristigen Vorteils wegen",
kritisiert die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt (Oder).
Und die NEUE PRESSE moniert:
"In Berlin warnte Bundesinnenminister Friedrich lautstark davor, die Reisefreiheit einzuschränken, als das Schengen-Mitglied Dänemark vor knapp einem Jahr wieder Grenzkontrollen einführte. Nun aber ist es Friedrich selbst, der gemeinsam mit seinem französischen Kollegen darüber nachdenkt, die Schlagbäume zu senken. Frei nach dem Motto 'Was schert mich mein Geschwätz von gestern'. Wenn künftig jeder, der eine Wahl gewinnen will, europäische Errungenschaften in Frage stellt, braucht sich niemand mehr zu wundern, wenn europafeindliche Populisten Erfolge feiern",
mahnt die NEUE PRESSE aus Hannover.
Ziemlich mau: teils ausgesprochen ungeschickt ("Stellvertreter Gottes auf Erden"), teils mehr als zweifelhaft ("pädophiler" Ludwig XV.).
Sehr interessant und neugierig machend! Trotz einiger stilistischer Lapsus ("High Society von Grenoble")...
Recht interessant. Über den Hofkomponisten Ludwigs XIV.
Interessant und recht kompetent, sofern ich das einzuschätzen vermag.
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Im französischen Wahlkampf versuchen Konservative und Rechte eine Debatte um muslimische und jüdische Speisevorschriften zu nutzen, um gegen unerwünschte Einwanderung zu polemisieren.
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