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Je nun, "Unwetter". Damit sind weder Tornados noch Taifune gemeint. Und brennende Schwefellohe fällt auch nicht vom Himmel. Es geht ganz einfach um Sommergewitter. :roll:
Kluger Artikel.
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Der Plagiatfall Schavan ist nicht so gravierend wie der Fall Guttenberg. Die netzspezifische Härte der Fußnotenjäger hat etwas unangenehm Jakobinisches.
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Der Raum für diese eigenartige soziale Welt ist in Dissertationen der Raum unterm Strich, der Fußnotenraum. Hier werden Verwandte gesucht und Gegner ausgemacht, Fürsprecher zitiert und sich über Gegenargumente lustig gemacht. Mögliche Einwände aus der Zukunft werden schon mal vorab erledigt und Zeugen aus dem Mittelalter angerufen. Unkundige halten Fußnoten für das leicht zu Vernachlässigende; das Gegenteil ist aber wahr. In der Fußnote betätigt sich der Wissenschaftler in der Einsamkeit seines Tuns als soziales Wesen1). Gehässigkeiten finden sich darin, wie auch Anbiederungen und mafiotische Rudelbildungen.
Sehr schöne Sendung! (Wenn man ein gewisses Grundinteresse an der Stadt Köln hat.) Sogar Gerhard Baum kommt zu Wort!
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Zwei kämpferisch gestimmte Nationalrevolutionäre freunden sich um 1930 an und scheiden sich zunehmend in der Selbstkorrektur: Der Briefwechsel zwischen Ernst Jünger und Ernst von Salomon.
:-)
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"Here Comes the Sun" ist bis heute eine Hymne der Sonnenforscher - und sie wird auf Sternwarten auch schon mal gespielt, um Wolken am Tageshimmel zur Aufgabe zu bewegen.
Großartig! Über Matthias Claudius' berühmtes Gedicht - aus astronomischer Sicht. Was für eine schöne Karsonnabends-Sternzeit! :-)
:roll:
Na, was anderes war bei Besson auch kaum zu erwarten...
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Luc Besson porträtiert die Nobelpreisträgerin aus Burma fürs Kino: „The Lady“. Der Film bietet viel Gefühl und keinen Gedanken.
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Dominik Graf zeigt, wie Heikles im Fernsehen dargestellt werden kann. Der Intrigen-Krimi „Das unsichtbare Mädchen“ handelt ebenso klar wie dezent von Kinderprostitution.
Interessant und gut gemacht.
1. Hübscher Bericht über den Alten Hafen von Marseille. (Über den Bau des Neuen Hafens dort habe ich gerade bei Osterhammel gelesen.) 2. Beflissen-betuliche Sendung über einen deutschen Neuguinea-Reisenden, der über das Neuguinea-Reisen Bücher geschrieben hat. 3. Dudelmusik, um die Sendezeit vollzubekommen.
Sehr interessant und neugierig machend! Trotz einiger stilistischer Lapsus ("High Society von Grenoble")...
:-D
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Österreichische Robinsonaden erschienen zahlreich ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und zeichneten sich in der Regel dadurch aus, dass sie Robinsons Gefährten Freitag durch eine weibliche Person ersetzten.
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Das ZDF rekonstruiert „München 72 - Das Attentat“ - mit sehr viel Zeitgefühl und etwas wenig Gespür für die ganze Tragik der Geschichte. Wem hilft diese deutsche Perspektive?
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„München 72“ gelingt es nämlich manchmal wirklich ganz gut, den Zuschauer nicht nur den katastrophalen Ausgang dieses 9. Wettkampftages vergessen zu lassen, sondern auch die terrorerfahrene Perspektive unserer Zeit, all das reale, vor allem aber das umfangreiche fiktionale Wissen darum, wie man mit Leuten wie dem Geiselnehmer Issa und seinen Jungs so umzugehen habe.
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Tausend Titel und dahinter keine Welt: Mit der Qualitätsdichte wissenschaftlicher Sachbücher unserer Epoche ist es nicht gut bestellt. Überlegungen zum Strukturwandel des geistigen Lebens.
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Drittelmittelfinanziert, geistesleer: Heute haben Leser es in Hunderten von Fällen mit Aufsätzen zu tun, die als Bücher getarnt sind, aufgeblasen zu unnötiger, ja lästiger Länge. Sie werden verfasst in der Erwartung des partiellen oder völligen Nichtgelesenwerdens.
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Als Beispiel nennt er die tausendseitige Studie eines Hexenprozesses und die eintausendsechshundertseitige Darstellung der deutschen Besatzungspolitik in Litauen.
Der Delicious-Leseliste von Florian Röpke verdanke ich immer mal wieder einen Hinweis! Danke auf diesem Wege! :-)
Ich würde ohnehin immer - wie Borges Zeit seines Lebens - mit der 11. Auflaeg von 1910 arbeiten! :-D
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Die Encyclopaedia Britannica wird künftig nicht mehr gedruckt. Das geht aus einem Blogeintrag auf der Website des traditionsreichen englischsprachigen Nachschlagewerks hervor. Wenn die Lagerbestände verkauft seien, werde nach 244 Jahren die Enzyklopädie nicht mehr wie bisher als 32-bändiges Werk zu kaufen sein, sondern nur noch in digitaler Form.
Sehr schön! Ich halte die E-Books, die eh keiner will, allerdings nicht für eine Bedrohung des Buches... Was er über die Zerstörung von Sehgewohnheiten durch Rechtschreibreformen und Netz sagt, stimmt aber ohne Zweifel. Und die Kritik an den Verlagen wohl auch. Nebenbei: Mit diesem Lesezeichen führe ich den neuen Tag "Auch als MP3" ein: für Radiosendungen, die auf ihrer Site auch als MP3-Datei abrufbar sind - oder besser: die unter dem Haupt-Link in schriftlicher Form vorliegen, deren gesendeter Ton aber dort noch greifbar ist. Bei DRadio kommt das ziemlich häufig vor. Nochmal andersrum: Wenn ich Podcasts höre, die auch als Text greifbar sind, möchte ich zum Text verlinken, nicht zur MP3-Datei - dann also dieser Tag...
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Verlage beschäftigen heutzutage kaum noch Korrektoren. Mit verheerenden Folgen: Mittlerweile gibt es kaum noch Bücher, die verlässlich druckfehlerfrei sind. Das ist eine elementare Beschädigung.
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Vor langer Zeit war ich Angestellter in einem großen ostdeutschen Buchverlag. Dort war eine halbe Etage reserviert für Korrektoren; ich meine, es waren deren acht. Ein Manuskript wurde von ihnen, ehe es in den Druck ging, zwecks Vorkorrektur gelesen. Die eingehenden Druckfahnen wurden von ihnen gleichfalls gelesen und anschließend noch der Umbruch. Zusätzlich las beides der zuständige Lektor, außerdem, sofern vorhanden, der Autor. DDR-Bücher waren häufig auf schlechtem Papier gedruckt, die Inhalte konnten unsäglich sein, nahezu druckfehlerfrei waren sie jedenfalls.
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