Klaas Bähre's Library tagged → View Popular, Search in Google
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In Vietnam eskalierten die USA die technologische Überlegenheit an Militär und Waffen und trotzdem siegte der Vietcong in einer ersten Offensive in den Städten. Nicht primär die Technik zeigte sich als Faktor der „Entscheidung“, sondern die Ideologie und das „Menschenmaterial“. „Konsumsoldaten“ konnten nicht kämpfen.
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Mit Dutschke befand ich mich seit Dezember im Widerwort. Er hatte mir mitgeteilt, dass er mit seiner Frau Gretchen und seinem gerade geborenen Sohn Hosea in die USA übersiedeln wollte. Die Sachen wurden gepackt und die Bücher verladen. Im April/Mai wollte er nach Chicago reisen. Ich war entsetzt, weil Dutschke zu diesem Zeitpunkt nicht ersetzbar war. Es wurde notwendig, die APO als Bewegungspartei und als Gegenordnung zu den etablierten Parteien so einzurichten, dass sie teilnehmen konnte an den Universitäts- und Bildungsreformen, an der Kommunalpolitik und an Bundestagswahlen, schon um die Stärke und die Resonanz innerhalb der Wähler zu testen. Wir hatten einen Band zur Parlamentarismusdebatte herausgegeben und uns vorerst hinter den Rätekommunisten Anton Pannekoek und Herman Gorter versteckt. Johannes Agnoli und Peter Brückner machten uns bekannt mit den Überlegungen der „Transformation der Demokratie“. Über Jürgen Habermas hatten wir Carl Schmitts Kritik des „heutigen Parlamentarismus“ studiert. Otto Brenner, der Vorsitzende der IG – Metall, Harry Ristock und Peter von Oertzen von der SPD – Linken in Westberlin und Hannover waren an uns herangetreten, die APO als Partei oder als „Bündnis“ zu legalisieren. Wir waren bisher zu keinem Ergebnis gekommen. Dutschke war bedeutsam in diesen Auseinandersetzungen, weil er Meinungen bündeln und Fraktionen unterlaufen konnte. Ging er weg, würden viele die Ambitionen haben, ihn zu ersetzen. Eine Spaltung der APO war angesagt. Dutschke redete freundlich von der „Dialektik“ der temporären Führer und wusste, dass er sich vor der politischen Verantwortung drückte.
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Sehr schöner Leitartikel von Stephan Hebel!
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Um Grass geht es dem neuen Konservatismus nicht. Er deutet die Aufbrüche zu mehr Freiheit, Toleranz und sozialer Gerechtigkeit aus gegenwärtigen Gründen ins Negative um.
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Das ist nicht nur Material für Geschichtslektionen. Ohne diejenigen, die einst gegen das verdruckste Vergessen und den reichsdeutschen Größenwahn der Konservativen kämpften, wäre Deutschland der von außen misstrauisch beäugte Sonderling der internationalen Gemeinschaft geblieben, der die Bundesrepublik lange Zeit war. Die deutsche Einheit in einem freiheitlichen Europa wäre ohne den Lernprozess, den fortschrittliche Politiker und Intellektuelle in den Fünfzigern und Sechzigern anstießen, nicht vorstellbar.
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Meine Güte, die greifen ja ganz schön in die Saiten...
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Zum offiziellen Amtsantritt hat sich Joachim Gauck ein bisschen kleiner gemacht. Genau deshalb hat er eine große Rede gehalten.
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Ganz offensichtlich empfand er es nicht als Schwäche, sondern zu Recht als Stärke, auf die wichtigsten Gegenargumente gegen seine Kandidatur noch einmal einzugehen und den Kritikern durch Differenzierung entgegenzukommen.
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Bewegend und interessant!
Über die Buchvorstellung von "Dutschkes Deutschland" im Willy-Brandt-Haus.
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Der Abend, der mit so viel Aktuellem eingeleitet wurde, verliert im Lauf des Podiumsgesprächs bald an Feuer. Die Männer auf dem Podium, die weniger miteinander sprachen als einzeln Statements abgeben, beginnen sich in Detailfragen zu verlieren. Die Frage der Spaltung der westdeutschen Studentenbewegung, die Frage ihres Verhältnisses zur DDR, sie rücken bald in den Hintergrund.
Auf der Bühne reden plötzlich ältere Herren, die gar nicht mehr viel gemeinsam zu haben scheinen, nebeneinander her. Während sie das tun, verlässt ein Herr den Raum, der früher mal einer von ihnen war: Bernd Rabehl. Früher Mitglied im SDS hat er sich schon vor Jahren den Rechten zugewandt. Tilman Fichter hält es für nötig ihm die Hand zu schütteln. Doch Rabehl ist offenbar trotzdem bald klar, dass er fehl am Platze ist, er geht.
Nun, was für eine Überraschung, nicht wahr? Ohnesorg wurde absichtlich erschossen, vulgo ermordet. Wer hätt's gedacht?
Götz Aly in einem grandiosen (!) Kommentar: "Wir leben nicht in einem christlichen Staat. Religiöse Normen helfen keinen Schritt weiter. Verbindlich sind allein die Allgemeinen Menschenrechte, das Grundgesetz mit den darin festgelegten demokratischen und
In Eren Güvercins Blog ein unter dem Strich sehr lesenswertes Interview mit Wolfgang Lieb, einem Betreiber der Nachdenkseiten, zuerst erschienen auf Telepolis. Lobenswert scheint mir vor allem Liebs Einordnung Sarrazins in die Generallinie der Springerpre
Sehr schöner, persönlicher Nachruf von Bernd Rabehl auf Fritz Teufel. Interessante Details, unter anderem zum 2. Juni 1967.
Nur zu einem Detail: "Alt-68er-Lehrer". Wie nicht ganz selten verwechselt die "Neue Rechte" Begriffsbesetzung mit "lästig fallen" und "sich lächerlich machen". Man fragt sich wirklich, wie viele Millionen denn da Anno 67/68 auf den Straßen gewesen sein so
Auch eine Kindheit in finsteren Teilen Niedersachsens - ob in den finstersten, das vermag ich nicht zu beurteilen.
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