Haare können einiges über ihren Besitzer verraten - und zwar weit mehr als nur dessen ästhetischen Geschmack. An ihrem Aufbau glauben US-Wissenschaftler ablesen zu können, wo sich eine Person aufgehalten hat. Die Forscher untersuchten die Zusammensetzung des Wassers in Haaren, denn jedes Wasser hat seine eigenen, ganz speziellen Merkmale. Trinkt ein Mensch in einer bestimmten Gegend, landen Bestandteile des Wassers in seinen Haaren. Je nach Haarlänge kann man so die Aufenthaltsorte des Betreffenden in den vergangenen Jahren ermitteln, schreiben James Ehleringer von der University of Utah in Salt Lake City und seine Kollegen
im Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences".

Haare ab: Wer seinen Aufenthaltsort verschweigen möchte, trägt seine Haare besser kurz.
Die Methode funktioniere so gut, weil die Elemente, aus denen Wasser besteht - Wasserstoff und Sauerstoff - schwere und leichte Varianten haben, deren Verhältnisse zueinander sich oft unterscheiden. Das bedeutet, dass Wasser in jeder Form, ob flüssig, gasförmig oder gefroren, mal schwerer und mal leichter vorkommen kann.
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Wasser im Ozean ist beispielsweise relativ schwer, denn leichte Isotope verdunsten eher, während die schweren zurückbleiben. Daher ist das Wasser von Wolken auch leichter als Meerwasser. Wenn Wolken landeinwärts ziehen und ausregnen, fallen zuerst die schweren Isotope gen Erde. Da auch das Grundwasser aus Regen gespeist wird, ist es isotopisch leichter, je tiefer es im Binnenland liegt.


