j s's Profile

Member since Mar 17, 2009, follows 0 people, 0 public groups, 824 public bookmarks (970 total).

More »
Recent Bookmarks and Annotations

  • Google on 2009-03-19
  • YesButNoButYes: 8 Bit Hip-Hop on 2009-03-15
  • Picture Is Unrelated - WTF Pictures on 2009-03-09
  • Sakke Soini on the Behance Network on 2009-03-09
  • Erich Fromm ueber Grundeinkommen 1966 on 2009-03-06
  • OhGizmo! » Archive » Star Trek Fragrances, Yep… Star… Trek… Fragrances… on 2009-03-06
  • traz - Die Vulva rettete die Welt on 2009-03-04
  • artificialowl.net on 2009-03-04
  • Dieter Roth Academy - Texte on 2009-03-03
  • Worum es hier geht: Der Auftakt. < THIS WASTELAND on 2009-03-02
    • Und man muss doch anschreiben gegen die Trägheit, diese faule Sau. Man muss anschreiben gegen diese ideologische und spirituelle Wüste, die wir unser Hier und Jetzt schimpfen, und die wir anstandslos hinnehmen. Und damit meine ich keineswegs den vermeintlich schlimmen Zustand des von den Bürgerlich-Empörten vermuteten, entfesselten “Casino-Kapitalismus”. Als ob sich dieses auf Profitmaximierung ausgelegte System je in berechenbare und also freundlichere Bahnen lenken ließe und dadurch Irgendetwas grundlegend verbessert würde. Ich meine auch nicht “Die da oben”, die eben tun, was man so tut, wenn man “da oben” (wo auch immer das sein soll) ist. Und ich meine ganz bestimmt nicht Politikverdrossenheit.

      Es geht hier um den allgegenwärtigen Fetisch der Texturen. Dieses hirnlose Aneinanderreihen von Hülsen und Oberflächen, die zu einem leicht verständlichen, allen Subtexten beraubten, gefälligen Bild verwoben werden. Es geht um das allumfassende Diktat des Optimismus, der manierlichen Fröhlichkeit, der Zusammenhalts einer konstruierten Community, auch wenn es eigentlich keinen Grund gibt, einfach so herumzulächeln und zu kuscheln.

      Es geht um die fahrlässige Verwischung der einstigen Grenzen zwischen Radikalismus und mit viel Radcial Chic angemalter, angepasster Grenzausweitung.

      Es geht noch immer um diesen kollektiv-urbanen Hang zu Regression, zu Kuschelpullis, Kinder-Wollmützen, Milchkaffee-Tassen, übergroßen Brillen und Sinn suggerierenden Mode-Magazinen. Es geht um das scheinbar selbstverständliche Gebot des Kompromisses mit den Verhältnissen. Darum, dass es Menschen gibt, die wirklich glauben, eine Limousine mit Hybridmotor sei auch nur einen Deut besser als ein SUV. Es geht um die strikte Weigerung hinzuschauen, wenn unser ach-so-beschützenswerter Lebensstil uns nichts als verbrannte Erde und verdorrte Wälder hinterlässt. Es geht um den kaum zu ertragenden Selbstbetrug, dass die besten Waffen im Kampf gegen den bereits stattf
    • Und man muss doch anschreiben gegen die Trägheit, diese faule Sau. Man muss anschreiben gegen diese ideologische und spirituelle Wüste, die wir unser Hier und Jetzt schimpfen, und die wir anstandslos hinnehmen. Und damit meine ich keineswegs den vermeintlich schlimmen Zustand des von den Bürgerlich-Empörten vermuteten, entfesselten “Casino-Kapitalismus”. Als ob sich dieses auf Profitmaximierung ausgelegte System je in berechenbare und also freundlichere Bahnen lenken ließe und dadurch Irgendetwas grundlegend verbessert würde. Ich meine auch nicht “Die da oben”, die eben tun, was man so tut, wenn man “da oben” (wo auch immer das sein soll) ist. Und ich meine ganz bestimmt nicht Politikverdrossenheit.

      Es geht hier um den allgegenwärtigen Fetisch der Texturen. Dieses hirnlose Aneinanderreihen von Hülsen und Oberflächen, die zu einem leicht verständlichen, allen Subtexten beraubten, gefälligen Bild verwoben werden. Es geht um das allumfassende Diktat des Optimismus, der manierlichen Fröhlichkeit, der Zusammenhalts einer konstruierten Community, auch wenn es eigentlich keinen Grund gibt, einfach so herumzulächeln und zu kuscheln.

      Es geht um die fahrlässige Verwischung der einstigen Grenzen zwischen Radikalismus und mit viel Radcial Chic angemalter, angepasster Grenzausweitung.

      Es geht noch immer um diesen kollektiv-urbanen Hang zu Regression, zu Kuschelpullis, Kinder-Wollmützen, Milchkaffee-Tassen, übergroßen Brillen und Sinn suggerierenden Mode-Magazinen. Es geht um das scheinbar selbstverständliche Gebot des Kompromisses mit den Verhältnissen. Darum, dass es Menschen gibt, die wirklich glauben, eine Limousine mit Hybridmotor sei auch nur einen Deut besser als ein SUV. Es geht um die strikte Weigerung hinzuschauen, wenn unser ach-so-beschützenswerter Lebensstil uns nichts als verbrannte Erde und verdorrte Wälder hinterlässt. Es geht um den kaum zu ertragenden Selbstbetrug, dass die besten Waffen im Kampf gegen den bereits stattf
    • 1 more annotations...

Highlighter, Sticky notes, Tagging, Groups and Network: integrated suite dramatically boosting research productivity. Learn more »

Join Diigo