Immer dann, wenn NS-Täterinnen im Mittelpunkt des medialen Interesses stehen, ist nicht Schuld, sondern Schuldfähigkeit das Thema. So auch in "Der Vorleser"
Philip Roth gibt nicht gern Interviews. Auf den nächsten Seiten macht er eine Ausnahme: Der wichtigste amerikanische Autor der Gegenwart erklärt die Prinzipien seiner Arbeit - und warum er nicht mit dem Schreiben aufhören kann.
Das ist der Herbst des Semikolons. Mit ihm kommen die langen Sätze wieder, in denen man sich verirrt. Was eigentlich haben die Kritiker gegen kurze Sätze? von Harald Martenstein
Es lässt sich aushalten - das Leben. Aber ist es auch noch erträglich, wenn die Leidenschaften verschwinden? Wenn man Dummheit und Gier hinnimmt und Feinschmeckerlokale zu den wenigen Höhepunkten zählen? Zum ersten Advent eine Meditation über Komprom
Lieber nicht in der U-Bahn lesen: Seine Werke sind klug und klar, unaufdringlich moralisch - und vor allem das Witzigste, was die deutsche Literatur zu bieten hat. Eine Lobrede auf Max Goldt.Von Daniel Kehlmann
Roman Bucheli macht sich anhand einiger Neuerscheinungen wie Uwe Tellkamps "Der Turm" und Adolf Muschgs "Kinderhochzeit" Gedanken über den aktuellen Stand der Erzählkunst und bekennt ein Misstrauen gegenüber dem panoramatischen Erzählen des ersteren
"Fälle" wie Kundera, ein Kommentar von Adam Krzeminski
Thomas Bernhard verfasste mit hasserfüllter Freude, eigentlich aber aus Notwehr beißende Berichte aus dem Kulturleben
"Nachrichten aus der ideologischen Antike", powered by Sergei Eisenstein: Alexander Kluge, als Filmemacher der gewitzteste aller Dialektiker, laesst ueber Karl Marx' "Das Kapital" nachdenken
Leseprobe aus Barack Obamas Buch "Ein amerikanischer Traum"
Ein Gespraech mit dem oesterreichischen Schriftsteller und Buechnerpreistraeger Josef Winkler
Dankesrede Daniel Kehlmanns anlässlich der Verleihung des Thomas-Mann-Preises der Stadt Lübeck
Uwe Tellkamp fährt 1989 in den Westen und kauft Solschenizyns "Archipel Gulag" und Fests Hitler-Biographie
Interview mit Ingo Schulze (Interviewer: Marc Beise, Ijoma Mangold)
Rede Orhan Pamuks zur Eröffnungsfeier der Frankfurter Buchmesse 2008