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... löbliche Stimmen zu den unsäglichen Schengen-Vorschlägen der Rechten:
Dagegen sieht die VOLKSSTIMME in der Forderung einen "Anschlag auf ein Stück europäischer Identität":
"Verriegelt und verrammelt - das war Europa in grauen Vorzeiten. Heute ist Europa, besser gesagt: der Schengen-Raum, quasi Inland. Die Reisefreiheit ohne Grenzen gehört zu Europa. Jetzt wollen Berlin und Paris Reisen innerhalb Europas zum Hürdenlauf machen. Möglicherweise deutsche Wahlkampfhilfe für die französischen Konservativen, die den Kampf gegen illegale Einwanderer zum zentralen Wahlkampfthema gemacht haben",
überlegt die Magdeburger VOLKSSTIMME.
Auch die MÄRKISCHE ODERZEITUNG hinterfragt die Motive der Akteure:
"Wenn Sarkozy und seine Leute jetzt Schengen massiv angreifen, dann ist dies wahlkampfmotiviert. 'Sarko' surft auf der nationalen Welle, um Stimmen auf der Rechten abzugreifen. Und CSU-Mann Friedrich surft ein bisschen mit, weil rechter Populismus seiner Partei nicht fremd ist; Wahlkampfhilfe ist es wohl auch. Aber es ist auch politisch fahrlässig, wenn nicht gefährlich, weil in der Krise die nationalistischen Versuchungen ohnehin groß sind und Europa desavouiert wird - eines kurzfristigen Vorteils wegen",
kritisiert die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt (Oder).
Und die NEUE PRESSE moniert:
"In Berlin warnte Bundesinnenminister Friedrich lautstark davor, die Reisefreiheit einzuschränken, als das Schengen-Mitglied Dänemark vor knapp einem Jahr wieder Grenzkontrollen einführte. Nun aber ist es Friedrich selbst, der gemeinsam mit seinem französischen Kollegen darüber nachdenkt, die Schlagbäume zu senken. Frei nach dem Motto 'Was schert mich mein Geschwätz von gestern'. Wenn künftig jeder, der eine Wahl gewinnen will, europäische Errungenschaften in Frage stellt, braucht sich niemand mehr zu wundern, wenn europafeindliche Populisten Erfolge feiern",
mahnt die NEUE PRESSE aus Hannover.
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