This link has been bookmarked by 1 people . It was first bookmarked on 06 Jan 2008, by someone privately.
-
06 Jan 08
-
die Gewerkschaften sind durch die Bank skeptisch - aus nachvollziehbaren tarifpolitischen Gründen. Wenn das Unternehmerlager nämlich nach dem Motto "Mehr Aktien statt mehr Geld" einen neue Baustein in die Tarifverhandlungen einbauen könnte, würde das die Position der in Lohnprozenten denkenden und verhandelnden Gewerkschafter empfindlich schwächen.
-
Aus Sicht des Unternehmens ist ihr Charme unbestritten: Werden Aktien aus den bestehenden eigenen Beständen an die Mitarbeiter ausgegeben, so kostet dies den Betrieb weniger Liquidität als, sagen wir, eine Gewinnbeteiligung durch Boni.
-
Aus Sicht des Arbeitnehmers sieht hingegen die Sache aber ganz anders aus. Das erste Gebot für einen Kapitalanleger lautet nämlich: Du sollst dein Risiko streuen.
-
Im schlimmsten Fall, wenn der Arbeitgeber in die Insolvenz schlittert, sind Arbeitsplatz und Aktienvermögen verloren - wenn das kein Klumpenrisiko ist!
-
Offene Fragen gibt es mehr als genug: Wer soll die Kosten für die Kapitalsicherung bezahlen? Der Arbeitnehmer? Er müsste in diesem Fall gleich einen Teil seines Investivlohns in den Pleiteschutz stecken. Der Arbeitgeber? Er dürfte wenig gewillt sein, zusätzliches Geld dafür aufzubringen. Welcher Fall soll versichert sein? Nur die Insolvenz? Oder auch Kursverluste in Höhe von 20, 60, oder 80 Prozent?
-
Would you like to comment?
Join Diigo for a free account, or sign in if you are already a member.