HADER: Meine ersten drei Programme waren politisch aktuelle Programme und irgendwann habe ich mir gedacht: Ich mag nicht mehr über Menschen urteilen, die ich persönlich gar nicht kenne. Ich hab dann diese Art von Kabarett für mich beendet. Es gibt exzellentes politisches Kabarett, wenn man an Lukas Resetarits oder Alfred Dorfer denkt. Ich möchte nicht die ganze Form verurteilen. Nur: sie wird halt oft nicht gut gemacht. Vor allem dort, wo standpunktlos einfach alle Politiker in einen Topf geworfen und als dumm, geldgierig und unfähig abgestempelt werden. Und wenn ich dann die johlenden Leute im Publikum sehe, dann denke ich mir, es ist gar nicht mehr weit zu den Nazis, die das Parlament als Quasselbude bezeichnet haben.
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