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22 Apr 08
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„Die materielle Lebenssituation der Älteren ist besser als die des Durchschnitts der Gesamtbevölkerung“, sagt der Verteilungsökonom Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).
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„Altersarmut ist eines der meistüberschätzten Phänomene der Gegenwart, statistisch gesehen, ist die Wahrscheinlichkeit, auf ein armes Kind zu stoßen, etwa fünfmal größer als die, auf einen armen Rentner zu stoßen.“ Die heutigen Rentner, sagt Raffelhüschen, sind im Durchschnitt die reichsten Rentner, die dieses Land jemals gesehen hat.
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Ein verlässliches Bild der Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland ergibt das vom DIW seit mehr als zwei Jahrzehnten untersuchte Sozioökonomische Panel (Soep), das auf einer Stichprobe von etwa 12.000 Haushalten beruht. Demnach hatten Seniorenpaare 2003 - neuere Auswertungen liegen noch nicht vor - durchschnittlich ein verfügbares Einkommen von 20.218 Euro je Person. Sie lagen damit bei 104,5 Prozent des durchschnittlichen bedarfsgewichteten verfügbaren Einkommens der Gesamtbevölkerung von 19.347 Euro je Person. Junge Elternpaare mit einem Kind von unter 3 Jahren kamen nur auf 83,6 Prozent dieses Werte, Paare mit älteren Kindern über 16 Jahren immerhin auf 113 Prozent, da nun häufiger beide Eltern berufstätig waren.
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Die sogenannte Armutsrate, also der Anteil derer mit 60 Prozent oder weniger des Medianeinkommens der Gesamtbevölkerung, lag im Jahr 2003 für Seniorenpaarhaushalte bei 7,8 Prozent - und damit nur halb so hoch wie die Armutsrate in der Gesamtbevölkerung.
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Die Armutsrate bei alleinlebenden älteren Menschen sank demnach um knapp 8 Prozent.
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Der Anteil der Älteren, die nur die sogenannte Grundrente beziehen, ist gering. Sie erhalten durchschnittlich 347 Euro zuzüglich Wohnkostenzuschuss von etwa 280 Euro. Etwa 370.500 Senioren, also knapp 2 Prozent aller Rentner, bezogen 2006 die staatliche Grundsicherung.
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